Ernst Born: Lexikon für die graphische Industrie

Polygraph Verlag Frankfurt am Main  /  3. Auflage 1976  /  Umfang: 704 Seiten

Der Begriff «graphische Industrie» umfaßt heute nicht nur ein komplexes Gebiet, das von der Vorlagen- und Satzherstellung über die Reproduktion, die Druckformherstellung und den Druck in vielen Verfahren bis zur buchbinderischen Weiterverarbeitung und Verpackung reicht, sondern er verästelt sich darüber hinaus auch noch in Randgebiete der Computertechnik oder der elektronischen Datenverarbeitung, und viele Verfahrenstechniken sind verwurzelt in chemischen, mathematischen und physikalischen Grundlagen.

Durch diese erweiterte Begriffserfassung ist das Lexikon nicht nur ein unerläßliches Handbuch für den Fachmann in seiner täglichen Arbeitspraxis, sondern auch ein Nachschlagewerk für Forschung, Entwicklung, Aus- und Fortbildung. Dabei wurde für die naturwissenschaftlichen und mathematischen Beiträge eine allgemeinverständliche Form gewählt und die ausgedehnte Chemikalienkunde auf die praxisnahen Anwendungsmöglichkeiten abgestellt.

Zum besseren Verständnis moderner Verfahrenstechniken sind auch bewusst Entwicklungen aufgenommen worden, die heute zwar veraltet oder nur noch von wissenschaftlichem Interesse sind, so zum Beispiel das Gerstenlauer-Reisacher-Verfahren oder das farbenphotographische Verfahren von Lippmann. Sie sind aber wichtige Entwicklungsstufen, ohne die unsere heutigen modernen graphischen Techniken nicht denkbar und oft nicht durchschaubar wären.

Das Lexikon kann und will kein vollständiges Verzeichnis aller Maschinen, Geräte, Materialien und Verfahren sein, die von der Zulieferindustrie angeboten werden. Auf der anderen Seite ist jedoch ein solches umfangreiches Werk nicht denkbar ohne die Erwähnung wesentlicher Produkte und Verfahren der Industrie. Eine Wertung ist damit in keinem Fall verbunden. Patente, Gebrauchsmuster oder Warenzeichen werden nicht erwähnt. Das Fehlen eines solchen Hinweises berechtigt nicht zur Annahme, eine Ware, ein Warenmuster oder ein Verfahren sei frei.

Die Schreibweise von chemischen Namen folgt der Schreibweise des Chemielexikons von Römpp, so z. B. Calcium statt Kalzium, Carbonate statt Karbonate usw. Übliche andere Schreibweisen sind jedoch ebenfalls aufgeführt. Abkürzungen werden weitgehend vermieden. Wo solche in der Fachliteratur allgemein verwendet werden, erscheinen sie als Stichwort, so z. B. EDV für elektronische Datenverarbeitungsanlage, p für para- usw. Symbole für die wichtigsten Maßeinheiten sind unter dem Stichwort «Maßeinheiten» zusammengestellt. Ein Pfeil bedeutet, daß unter dem betreffenden Stichwort eine weitere, ergänzende Erklärung zu finden ist.

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